In die Medien der westlichen Länder geraten oft schockierende Bilder über die Unerdrückung von Homosexuellen in islamischen Staaten und oft werden diese Repressalien von westlichen Medien als allein durch die spezifische Rückständigkeit „des Islam“ bedingt dargestellt. Mit dieser kulturalistischen Analyse wird jede Analyse historischer und sozialer Gegebenheiten gekonnt vermieden. Der Westen sei in jeder Hinsicht viel emanzipierter und aufgrund der Aufklärung nicht so rückständig wie islamische Länder, so die Meinung der breiten westlichen Öffentlichkeit. Doch stimmt das wirklich? Georg Klauda beschäftigt sich in seinem
Vortrag unter anderem mit Homophobie als Import des Westens in islamische Länder und zeigt somit, dass Homophobie gerade aus „westlichem“ und aufgeklärtem Gedankengut hervorgehen kann. Dass es im aufgeklärten Westen ebenfalls eine weit verbreitete Homophobie gibt, kann wohl jeder hier lebende Homosexuelle bestätigen. Genau aus diesem Grund besteht für uns in Bochum zum Beispiel weiterhin die Notwendigkeit jedes Jahr eine Demonstration im Gedenken an den ermordeten Homosexuellen Josef Gera durchzuführen. Auch im Jahr 2010 ist es für Homosexuelle in der BRD nahezu unmöglich ein Leben ohne Diskriminierung
zu führen. Unter anderem damit setzt sich auch der diesjährige Demo-Aufruf auseinander.
Die Veranstaltung mit Georg Klauda soll in der Mobilisierungsphase der Demonstration eine Möglichkeit der Auseinandersetzung mit den Themen Homophobie und Kulturalismus, bzw. deren Schnittstellen bieten.
Antifaschistische Jugend Bochum
Donnerstag, 16. September, 19:30
im Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108
powered by blogsport.de
Nachdem am Samstag, den 04.September, der „nationale Antikriegstag“ beendet war, erreichte uns die Nachricht, dass Nazis eine Spontandemo in Bochum durchführen wollen.Es war von rund 120 Nazis die Rede. Was diese Spekulation zunächst scheinbar bestätigte, war das Eintreffen von Bochumer und Dortmunder Hundertschaften, die sich direkt auf den Weg zu den Gleisen machten und die Aussteigenden der Züge aus Dortmund kontrollierten. (mehr…)
Laut dem Internetportal derwesten hat die Polizei den für Samstag angemeldeten Naziaufmarsch zum Antikriegstag in Dortmund verboten. Begründung sind Sicherheitsbedenken, da die Polizei am Mittwoch in Aachen lebensgefährliche Sprengsätze bei einem 19-jährigen Nazi gefunden hatte. Die Nazis vom NW Dortmund wollen gegen das Verbot klagen. Das für Freitag 18 Uhr angemeldete Nazikonzert in der Nähe des Dortmunder Hauptbahnhofs ist nicht verboten und soll wie geplant stattfinden. Haltet die Augen nach aktuellen Nachrichten über den Stand des Verbots und die weitere Planung von Gegenaktivitäten offen.
Aus aktuellem Anlass dokumentieren wir folgende Meldung von avtonom.org. Wir haben die englische Fassung ins Deutsche übersetzt. Darüberhinaus wollen wir auf die Aktionstage für die in Russland inhaftierten Antifa-Aktivisten Alexej Gaskarov und Maxim Solopov vom 17. bis zum 20. September hinweisen und euch aufrufen, diese zu nutzen, um unsere GenossInnen in Russland mit Solidaritätsaktionen zu unterstützen. Außerdem bitten wir euch diesen Spendenaufruf zu beachten.
Am 26. August nahmen drei zivil gekleidete Polizisten den 1991 geborenen Antifaschisten Nikita Nikolaevich Chernobaev im Moskauer Stadtteil Ramenskoye fest. Laut dem Rechtsanwalt und Menschenrechtsaktivisten Mikhail Trepashkin wurde Nikita auf das örtliche Gelände des Innenministeriums gebracht, wo ein Mitarbeiter des Geheimdienstes FSB ein Geständnis seiner Teilnahme an einer Aktion beim Verwaltungsgebäude in Khimki am 28. Juli von ihm forderte.
Während seines ersten Verhörs gelang es Nikita seine Mutter anzurufen und ihr mitzuteilen, dass ihm kein Rechtsbeistand erlaubt wurde und dass er alles unterzeichnen würde, was die Polizei von ihm verlangt. Die Mutter fragte, ob er geschlagen würde. Nikita bejahte dies. Chernobaev wurde erst am 27. August um 13 Uhr entlassen, nachdem er sein „Geständnis“, sowie eine Einverständniserklärung für eine weitere Kooperation, unterschrieben hatte. (mehr…)
Am gestrigen Samstag (28.08.) hat in Duisburg eine Demonstration der rechten „Bürgerbewegung“ Pro-NRW stattgefunden. Wenige Stunden später hielt der NW-Dortmund eine Mobilisierungskundgebung für den „nationalen Antikriegstag“, der nächste Woche Samstag in Dortmund stattfinden soll, auf dem Wittener Rathausplatz ab. (mehr…)
Im Folgenden dokumentieren wir ein ausführliches Verlaufsprokoll des 2. Verhandlungstags
Am gestrigen 25. August fand um 10 Uhr in Raum C 247 des Bochumer Landgerichts der 2. Hauptverhandlungstag gegen den NPD-Bundesvorstands-Beisitzenden Thomas Wulff statt. Eine Erklärung des Nazi-Redners, Videos von seiner Rede und die Verhörung des Zeugen Claus Cremer füllten den heutigen Termin.
(mehr…)