Archiv für Oktober 2008

Hattingen hat Probleme! Also auf in die Provinz!

Rechtsradikale Propagandaaktionen und Überfälle häufen sich.

Seit ca. anderthalb Jahren kommt es bei uns in Hattingen zu vermehrten Aktivitäten von Neonazis.

Diese bezeichnen sich als „Freie Nationalisten“ oder auch „Autonome Nationalisten“ und gehören zu einem Netzwerk von Neonazigruppen, die sich manchmal mit der NPD verbünden, manchmal mit dieser rechtsextremen Partei zerstreiten.

Hier in Hattingen nennen sich die heimischen Nazis „Freie Nationalisten Bochum/Hattingen“ (FNBH). Diese nannte sich für kurze Zeit „Aktionsfront Hattingen“(AFH) und neuerdings NS- Hattingen. Sie gehören zu einem größeren Verbund, der „AG-Ruhr-Mitte“, die hier im Ruhrgebiet Nazi-Aktionen organisiert. Auch sie arbeiten wahlweise mit Markus Schumacher, dem ehemaligen Hattinger Stadtratsmitglied der NPD, zusammen oder zerstreiten sich mit ihm. Dabei ist der Skinheadlook bei den Meisten von ihnen „out“ und sie laufen genau so angezogen wie die meisten Jugendlichen herum. So fallen sie in unserem Straßenbild nicht auf und man erkennt sie erst an ihren Aufnähern oder Buttons, wenn sie welche tragen. (mehr…)

„Siempre Antifascista“ Informationsveranstaltung in Duisburg

siempre2

Infoveranstaltung zur Antifa-Konferenz in Berlin

In den letzten Jahren ist die Zahl faschistischer Morde europaweit massiv angestiegen. Meist erlangen nur die Fälle eine stärkere Öffentlichkeit, bei denen es sich um Linke handelte, die in engem Kontakt mit der politischen und subkulturellen Szene standen. Carlos Javier Palomino (11. 07.07, Madrid), Davide “Dax” Cesare (16. 03.03, Milano) oder Jan Kuchera (18.01.08, Príbram) sind daher vielen Menschen in der Linken ein Begriff. (mehr…)

Demo gegen Naziaufmarsch in Bochum

demo2510nr1
Gegen Rassismus, Volksgemeinschaft und nationale Identität!
Eine kurze Zusammenfassung:

Am 25. Oktober 2008 fand im Bochumer Stadtteil Ehrenfeld eine vom Hauptbahnhof ausgehende Demonstration der NPD gegen AusländerInnen statt. Dementgegen stellten sich diverse antifaschistische Aktivitäten. So gab es eine Antifa-Demonstration in der Bochumer Innenstadt, die von der Antifaschistischen Jugend Bochum (AJB) und weiteren Gruppen aus Bochum und dem Ruhrgebiet organisiert wurde.

Die Demo war mit bis zu 900 TeilnehmerInnen verhältnismäßig gut besucht. Darunter fand sich das typische Antifa-Klientel, zahlreiche SchülerInnen aus Bochum, sowie auch einige Bürgerinnen und Bürger und ein Block der Gewerkschaft ver.di. Zu einem unschönen Zwischenfall kam es, als ca. zwanzig TeilnehmerInnen aus dem antideutschen Spektrum die Demonstration zu spalten und provozieren versuchten, indem sie israelische Nationalfahnen hochhielten. Auf die mehrmaligen Aufforderungen dies zu unterlassen, sowohl vom Lauti-Wagen, als auch aus der Demo heraus, reagierten diese nicht. Offensichtlich war dies eine gezielte Provokation dieser Demo, die bereits im Aufruf mit der Aufforderung keine Nationalfahnen mitzubringen, ihre antinationale Ausrichtung kund tat. (mehr…)

Route der NPD-Demo am 25.10.2008

Bei der Pressekonferenz der Polizei ist heute die Route der NPD bekannt gegeben worden.
Weitere Infos zur Route und zum WAP-Ticker findet ihr unter:
http://de.indymedia.org/2008/10/230228.shtml

Außerdem wollen wir an dieser Stelle die EA-Nummer für Samstag, den 25.10.2008 bekannt geben.
Diese lautet: 0202/455192 (mehr…)

Gedenkdemo für Josef Anton Gera in Bochum

demogera1Klein, aber fein.
Heute den 18.10.2008 demonstrierten wir mit ca 60 Antifaschisten durch die Bochumer Innenstadt, um an den faschistischen und homophoben Mord an Josef Anton Gera zu erinnern. Josef Gera wurde am 14. Oktober 1997 von zwei rechtsradikalen Obdachlosen zusammengeschlagen und verstarb einige Tage später an seinen gravierenden Verletzungen. (mehr…)

Gegen Rassismus, Volksgemeinschaft und nationale Identität

Den Naziaufmarsch in Bochum verhindern!

Der NPD-Landesverband NRW hat für Samstag, den 25. Oktober 2008, eine Demonstration unter dem Motto „Deutsche wehrt Euch – Gegen Überfremdung, Islamisierung und Ausländerkriminalität !“ angemeldet. Das Motto der NPD-Demo ist der nationalsozialistischen Parole „Deutsche wehrt euch, kauft nicht bei Juden“ nachempfunden. Einer Parole zum sogenannten „Aprilboykott“ aus dem Jahr 1933, dem Boykott jüdischer Geschäfte. Dieser stellte die erste reichsweite antisemitische Maßnahme im Dritten Reich dar. Was darauf folgte, ist bekannt. In ihrem Aufruf hetzt die NPD gegen MigrantInnen, stigmatisiert diese aufgrund ihrer nichtdeutschen Herkunft als potenzielle Kriminelle und führt als Argumente in ihrem Aufruf Einzelfälle an, in denen “Ausländer” Straftaten an Deutschen verübt haben (sollen) und stellt darüber hinaus rassistische Übergriffe als Konstrukte der deutschen Medien dar. Es werden der Mord an einem 19-jährigen in Stolberg, der von Migranten verübt wurde, sowie ein Fall aus dem Kölner Fasching, bei dem angeblich Migranten einen Menschen ins Koma geprügelt haben sollen, als Beleg dafür herangezogen, dass Immigration zu Kriminalität führe und MigrantInnen potenzielle GewalttäterInnen seien. Empirisch versucht man erst gar keinen Nachweis über den konstruierten Zusammenhang zwischen „Ethnizität“ und „Kriminalität“ zu führen. Der rassistische Übergriff auf Ermyas M. in Potsdam, sowie die ebenfalls rassistisch motivierte Hetzjagd von 50 jungen Deutschen auf acht indische Migranten in Mügeln werden als Konstrukte von „Fernsehen, Rundfunk und Zeitungen“ dargestellt. (mehr…)

Dokumentation zum Mordfall Josef Anton Gera

Hier wollen wir euch eine kleine Dokumetation zum Mord an Josef Anton Gera vorstellen, damit auch Andere auf diese alten Zeitungsartikel zugreifen und sich mit dieser Thematik beschäftigen können.
Diese könnt ihr auch als PDF herunterladen. (mehr…)