Soli-Aktion für russische Antifas

Soli In der Nacht zum Freitag dem 26. Juni 2009 verklebten AktivistInnen in mehreren Bochumer Stadtteilen rund um die Innenstadt und an der Uni Plakate, um ihre Solidarität mit den von staatlicher Repression betroffenen Antifas in Russland auszudrücken. Zusätzlich wurden Transparente über Autobahnbrücken aufgehängt. Der Text auf den Plakaten lautete wie folgt:

Freiheit für russische Antifaschisten

In Russland geschehen europaweit die meisten Nazimorde. Antifaschisten sind permanent der Gefahr ausgesetzt, Opfer eines faschistischen Übergriffs zu werden. So z.B. Alexander Rjuchin, der am 16. April 2006 von Neonazis getötet wurde, oder die Journalistin Anastasia Baburova und der Anwalt Stanislaw Markelow, beides bekennende Antifaschisten, die im Januar dieses Jahres erschossen wurden.

Zudem gab es in den letzten Monaten eine große Welle von Repressalien gegen Antifaschisten. Sie wurden der Körperverletzung und des Widerstands gegen die Staatsgewalt angeklagt. Die Anklagen waren erdacht, konstruiert und Beweise wurden verfälscht. Die Regierung diffamiert die Aktivisten als “Extremisten” und wirft ihnen Hooliganismus vor, während Faschisten als “Patrioten” verharmlost werden. Es ist offensichtlich, dass der Staat alternative Strukturen abschaffen will und somit alternative Menschen sein Opfer werden.

Am 21. April 2009 wurde Aleksej “Schkobar” Olesinov aus Moskau zu einem Jahr Gefängnis wegen einer vermeintlichen Schlägerei mit der Security in einem Nachtclub im Jahr 2008 verurteilt. Diese “Schlägerei” hat nie stattgefunden, wie eine Videoaufzeichnung beweist. Am 8. Mai 2009 wurden Aleksej Bitschin aus St. Petersburg 5 Jahre Haft zugesprochen, da er im Juni 2008 an 2 Faschisten geraten war. Einer von ihnen war Polizist.
14 Mai 2009 – Artur Balejew wird 4 Jahre im Gefängnis verbringen müssen, da er im November 2008 sich selbst verteidigt hat, als eine Gruppe Neonazis Atur und seinen Freund angegriffen haben. Auch Artjom Loskutov aus Novosibirsk, ein anarchistischer Künstler, wartet auf das Gerichtsurteil. Im Mai 2009 wurden ihm von Beamtem des Zentrums für Extremismusbekämpfung Drogen zugesteckt, woraufhin Atjom festgenommen wurde.

All dies sind nur einige Aktivisten, die massive Opfer der repressiven Staatsgewalt sind. Kein Mensch darf aufgrund seiner Kritik am Staat und dem Kampf gegen den Faschismus erniedrigt und strafrechtlich verfolgt werden.

www.avtonom.org

Solidarität mit den Antifas in Russland!

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P.S.: Wir hoffen, dass sich viele an der Soli-Demonstration am 3. Juli in Berlin beteiligen werden.

Quelle

Bilder:


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