Aufruf zur Kundgebung gegen die NPD NRW

Morgen um 16 Uhr wird in der Fußgängerzone von Bochum-Wattenscheid eine Nazi-Kundgebung stattfinden, zu der der NPD-Landesverband seit gestern (15.06.10) aufruft. Dem wollen wir uns entgegenstellen.

Die Nazis wollen sich versammeln aus Anlass eines gewalttätigen Angriffs auf den NPD-Landesvorsitzenden, Claus Cremer am Sonntagabend. Die NPD NRW machte ohne viel Federlesen natürlich „linkskriminelle Polit-Chaoten“ für den Angriff von vier Vermummten auf Claus Cremer verantwortlich. Der Aufruf selbst strotzt nur so vor Gejammere über die permanente ‚Stigmatisierung‘ als Nazis und Wahnvorstellungen über eine angebliche Verschwörung von Linken, Demokraten und ‚dem System‘ ansich, die immer Angriffe auf „Nationale Deutsche“ provozieren würde.
Indirekt wird Cremers Krankenhausaufenthalt sogar mit den Opfern des historischen ‚Kommunismus‘ gleichgesetzt, dem angeblich mehr Menschen zum Opfer gefallen seien, als jeder anderen Ideologie. Womit die NPD NRW natürlich auf nichts anderes abzielt, als in geschichtsrevisionistischer Manier ihre eigene Ideologie zu verteidigen, die ihre Ursprünge im historischen Nationalisozialismus findet.

Deutsche Täter sind keine Opfer!

Durch ihre Inszenierung als Opfer will die NPD natürlich politisches Kapital schaffen in Form von Mitleidssympathie. Sie zielt ab auf den demokratischen Anstand von Otto-Normal-BürgerInnen, die politisch motivierte Gewalt natürlich verabscheuen. Wir wollen morgen die BürgerInnen darauf hinweisen, dass es sich bei der NPD, und ganz besonders um den Antisemiten und verurteilten Volksverhetzer Cremer, nicht um ‚unterdrückte Oppositionelle‘ handelt, sondern um AntidemokratInnen, RassistInnen und FaschistInnen, die immer wieder unter Beweis stellen, dass das demokratische System für sie nur Sonntagsgarderobe darstellt.

Kommt morgen um 15:30 Uhr zum „Alten Markt“ vor dem GertrudisCenter in Wattenscheid und lasst nicht zu, dass sich deutsche Nazis als Opfer abfeiern.


EA-Nummer (ab 15:30): 01577-9462983

Bringt Transparente, Vuvuzelas, Trillerpfeifen u. ä. zum Krach machen mit.
National-, Religions- und insbesondere Parteifahnen sind unerwünscht.

Kommt in „zivilen“ Klamotten!

Achtet für die An- und Abreise darauf, dass möglicherweise landesweit Neonazis mit ÖPNV anreisen – immerhin mobilisiert der NPD-Landesverband.