Archiv für September 2010

65 Leute bei Veranstaltung mit Georg Klauda

Die erste Veranstaltung in der Mobilisierungsphase zur 3. Josef Gera Demo war, mit einer überraschend hohen Teilnehmerzahl, ein voller Erfolg. Unter dem Motto „Homophober Islam, toleranter Westen?“ dekonstruierte der Referent, in seinem kurzweiligen Vortrag überzeugend gängige Vorstellungen zu Homophobie und was diese mit „dem Islam“ bzw. „dem Westen“ zu tun hat. Anschließend bot sich noch Platz für Verständnisfragen und eine kontroverse Diskussion zum Thema. Von
unserer Seite konnten wir sowohl vor, als auch nach dem Vortrag auf die, am 16. Oktober stattfindende Josef Gera Demo hinweisen und deren Anliegen erläutern.

Am 8. Oktober (19:30, Bf Langendreer) wird Thomas Wagner, Streetworker aus Düsseldorf, zur sozialen Ausgrezung von Wohnungslosen referieren. Auch hier würden wir uns über eine ähnlich hohe Teilnehmerzahl freuen, die der Thematik mit Sicherheit gebührt.

Prozess gegen „Steiner“, vierter Tag

An dieser Stelle möchten wir den Bericht zum vierten Prozesstag gegen Thomas Wulf dokumentieren:

Heute fand die vierte Zusammenkunft des Gerichts im Prozess gegen Thomas „Steiner“ Wulff statt. Er ist wegen einer rassistischen Rede angeklagt, die er bei der NPD-Demonstration am 25.10.2008 in Bochum gehalten hat.

Frühere Berichte:

1. Prozesstag

2. Prozesstag

Das Thema des heutigen Verhandlungstags (17.9.2010) war die Zurschaustellung eines Transparents mit der Aufschrift „Multikulti ist Völkermord“, welches vor der Bühne entrollt wurde, während Thomas Wulff seine zur Verhandlung stehende Rede hielt. Hierzu lud das Gericht drei Zeugen vor, deren Vernehmung aus Sicht des Staatsanwalts beweisen soll, dass Wulffs Rede nicht nur von DemonstrationsteilnehmerInnen in ihrem offen rassistischen Charakter erkannt, sondern auch durch Verwendung des Transparents bewusst unterstützt wurde. (mehr…)

Blockade gegen „Pro NRW“: Erster Prozesstag

Am Freitag, dem 10. September 2010 begann vor dem Amtsgericht Bochum der erste Verhandlungstag des Auftaktprozesses wegen den Sitzblockaden gegen die „Mahnwache“ der rassistischen Partei „Pro NRW“ am 26. März in Bochum-Ehrenfeld. Angeklagt war einer der AktivistInnen, die zu Dutzenden die Zufahrtsstraße zur Kundgebung blockiert hatten.

Eine Dreiviertelstunde vor Prozessbeginn begann eine Kundgebung mit 20 Leuten vor dem Gericht. Es wurde ein Flyer verteilt, der über die Geschehnisse am 26.3., die Polizeigewalt und die jetzt anstehende Repression gegen 11 AktivistInnen informierte. Zu diesem Thema wurde außerdem eine Rede gehalten. Die Kundgebung wurde begleitet von Polizisten aus einer Polizeihundertschaft, zwei Zivilpolizisten und zwei Beamten vom Bochumer Staatsschutz. (mehr…)

Homophober Islam – toleranter Westen?

In die Medien der westlichen Länder geraten oft schockierende Bilder über die Unerdrückung von Homosexuellen in islamischen Staaten und oft werden diese Repressalien von westlichen Medien als allein durch die spezifische Rückständigkeit „des Islam“ bedingt dargestellt. Mit dieser kulturalistischen Analyse wird jede Analyse historischer und sozialer Gegebenheiten gekonnt vermieden. Der Westen sei in jeder Hinsicht viel emanzipierter und aufgrund der Aufklärung nicht so rückständig wie islamische Länder, so die Meinung der breiten westlichen Öffentlichkeit. Doch stimmt das wirklich? Georg Klauda beschäftigt sich in seinem
Vortrag unter anderem mit Homophobie als Import des Westens in islamische Länder und zeigt somit, dass Homophobie gerade aus „westlichem“ und aufgeklärtem Gedankengut hervorgehen kann. Dass es im aufgeklärten Westen ebenfalls eine weit verbreitete Homophobie gibt, kann wohl jeder hier lebende Homosexuelle bestätigen. Genau aus diesem Grund besteht für uns in Bochum zum Beispiel weiterhin die Notwendigkeit jedes Jahr eine Demonstration im Gedenken an den ermordeten Homosexuellen Josef Gera durchzuführen. Auch im Jahr 2010 ist es für Homosexuelle in der BRD nahezu unmöglich ein Leben ohne Diskriminierung
zu führen. Unter anderem damit setzt sich auch der diesjährige Demo-Aufruf auseinander.

Die Veranstaltung mit Georg Klauda soll in der Mobilisierungsphase der Demonstration eine Möglichkeit der Auseinandersetzung mit den Themen Homophobie und Kulturalismus, bzw. deren Schnittstellen bieten.


Antifaschistische Jugend Bochum

Donnerstag, 16. September, 19:30

im Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108

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Nach Hause fahrende Nazis und eine Spontankundgebung in Bochum

Nachdem am Samstag, den 04.September, der „nationale Antikriegstag“ beendet war, erreichte uns die Nachricht, dass Nazis eine Spontandemo in Bochum durchführen wollen.Es war von rund 120 Nazis die Rede. Was diese Spekulation zunächst scheinbar bestätigte, war das Eintreffen von Bochumer und Dortmunder Hundertschaften, die sich direkt auf den Weg zu den Gleisen machten und die Aussteigenden der Züge aus Dortmund kontrollierten. (mehr…)

DO: Nazidemo am Samstag verboten!

Laut dem Internetportal derwesten hat die Polizei den für Samstag angemeldeten Naziaufmarsch zum Antikriegstag in Dortmund verboten. Begründung sind Sicherheitsbedenken, da die Polizei am Mittwoch in Aachen lebensgefährliche Sprengsätze bei einem 19-jährigen Nazi gefunden hatte. Die Nazis vom NW Dortmund wollen gegen das Verbot klagen. Das für Freitag 18 Uhr angemeldete Nazikonzert in der Nähe des Dortmunder Hauptbahnhofs ist nicht verboten und soll wie geplant stattfinden. Haltet die Augen nach aktuellen Nachrichten über den Stand des Verbots und die weitere Planung von Gegenaktivitäten offen.

Die NPD ist angekommen!

NPD jetzt hallensportfähig?
Cremer als Kinderbetreuer bei der „Deutschen Jugendkraft“ (DJK) in Wattenscheid. Faschistische Durchsetzung von bürgerschaftlichen Vereinen: jetzt nicht mehr nur „auf dem Lande“, sondern direkt in der „Ruhrmetropole“, Anno 2010
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