Archiv für September 2010

Moskauer Antifaschist kommt nach Polizei-Folter mit Gehirnverletzung ins Krankenhaus

Aus aktuellem Anlass dokumentieren wir folgende Meldung von avtonom.org. Wir haben die englische Fassung ins Deutsche übersetzt. Darüberhinaus wollen wir auf die Aktionstage für die in Russland inhaftierten Antifa-Aktivisten Alexej Gaskarov und Maxim Solopov vom 17. bis zum 20. September hinweisen und euch aufrufen, diese zu nutzen, um unsere GenossInnen in Russland mit Solidaritätsaktionen zu unterstützen. Außerdem bitten wir euch diesen Spendenaufruf zu beachten.

Am 26. August nahmen drei zivil gekleidete Polizisten den 1991 geborenen Antifaschisten Nikita Nikolaevich Chernobaev im Moskauer Stadtteil Ramenskoye fest. Laut dem Rechtsanwalt und Menschenrechtsaktivisten Mikhail Trepashkin wurde Nikita auf das örtliche Gelände des Innenministeriums gebracht, wo ein Mitarbeiter des Geheimdienstes FSB ein Geständnis seiner Teilnahme an einer Aktion beim Verwaltungsgebäude in Khimki am 28. Juli von ihm forderte.

Während seines ersten Verhörs gelang es Nikita seine Mutter anzurufen und ihr mitzuteilen, dass ihm kein Rechtsbeistand erlaubt wurde und dass er alles unterzeichnen würde, was die Polizei von ihm verlangt. Die Mutter fragte, ob er geschlagen würde. Nikita bejahte dies. Chernobaev wurde erst am 27. August um 13 Uhr entlassen, nachdem er sein „Geständnis“, sowie eine Einverständniserklärung für eine weitere Kooperation, unterschrieben hatte. (mehr…)