Archiv der Kategorie 'Soziale Kämpfe'

Polizeimord an Migranten in Polen am 23.5.2010

Im Folgenden eine Kurzmeldung der Gruppe Azzoncao.

Am Sonntag den 23. Mai haben polnische Polizisten bei einer Straßenrazzia gegen MigrantInnen in Warschau einen 36-jährigen in den Bauch geschossen und ermordet. Daraufhin kam es zu gewalttätigen Reaktionen gegen die Polizei. Diese wurde angegriffen, vier Polizeifahrzeuge zerstört und später 32 Protestierende verhaftet.

Hier ein englischsprachiger Bericht von einer anarchistischen polnischen website.

http://zspwawa.blogspot.com/2010/05/police-murder-riots-and-protest-against.html

In der Hoffnung, dass bald mehr aus Polen zu erfahren ist.

Tuesday, 25 May 2010
Police Murder, Riots and Protest against Racism and Police Brutality

On Sunday May 23, police started a raid on some Nigerian traders who were selling shoes at the bazaar at the Stadium in the Praga district of Warsaw. One guy was apparently handcuffed and push to the ground. A 36-year-old colleague from Nigeria, Max, tried to intervene and get the police to stop brutalizing the other. Max was shot in the stomach and killed. mehr auf Indymedia Linksunten

Der Mord an Stanislav Markelov

An dieser stelle möchten wir einen Kurzbericht von der Gruppe Azzoncao dokumentieren.

Die Journalistin Ina Ruck ( Leiterin des ARD-Studios in Moskau) und der Journalist Stephan Stuchlik haben am 17. Mai den Liberty Award 2010 erhalten. Diese Auszeichnung erhielten sie von der Firma Reemtsma für ihren Beitrag „Mord in Moskau – Wer erschoss Stanislaw Markelow?“ aus dem Jahr 2009.

Der Film geht vier verschiedenen Spuren der Mörder Stanislav Markelovs und Anastasia Baburova nach, die beide am 19. Januar 2009 in Moskau erschossen wurden.

Anastasia Baburova kommt in dem Beitrag nur als Begleitung Stanislav Markelov vor.

Dennoch ist der fast 30 minütige Beitrag sehr empfehlenswert.

Gesehen werden kann er hier:


Verleihung des Liberty-Awards:

http://www.rbb-online.de/zibb/archiv/zibb_vom_17_05_2010/verleihung_des_liberty.html

http://www.liberty-award.de/index.php?id=479

Quelle: Indymedia Linksunten

Vereint gegen Rassismus und Chauvinismus und für internationale Solidarität!

Auf zum Karawane Festival nach Jena!

Jedes Jahr werden rund 20000 Menschen an deutschen Flughäfen abgeschoben, legitimiert durch die deutsche Gesetzgebung, indem diese Menschen überfallartig am frühen Morgen aus ihrem sozialen Umfeld gerissen werden. Sogar MigrantInnen, die in Deutschland „geduldet“ werden, wird die Teilhabe am gesellschaftlichem Leben verweigert, durch die Residenzpflicht, die es Flüchtlingen verwehrt, sich frei zu bewegen. Bereits wenn MigrantInnen es wagen sollten, sich aus dem ihnen wirkürlich zugeteilten Bereich zu entfernen und in eine rassistische Polizeikontrolle geraten, werden sie kriminalisiert und für die BRD ist ein weiterer Grund gefunden, diese „Kriminellen“ abzuschieben. Von der ersehnten Freiheit und Teilhabe am materiellen Reichtum des Westens bleibt für Menschen, die in Flüchtlingslagern landen nicht mehr viel übrig. Angefangen bei repressiven Kontrollen durch die Angestellten dieser „Unterkünfe“, über sexuelle Übergriffe, bis hin zum Verbot hier in der BRD zu arbeiten und somit an der Gesellschaft teilzuhaben – „Geduldete“ dürfen fast nichts, was Menschen mit Aufenthaltsgenehmigung in diesem Land dürfen. Westliche Staaten, die nahezu jede Brutalität mit den von ihnen so gepriesenen „Menschenrechten“ zu legimieren versuchen, gestehen MigrantInnen nicht einmal von uns als selbstverständlich empfundene Rechte wie Reisefreiheit, Bewegungsfreiheit, Privatautonomie, oder das Recht auf körperliche Unversehrtheit zu. 1990 ist die Mauer in Deutschland gefallen – aber nur für Deutsche! (mehr…)

Gegen Rassismus, Neokolonialismus und Abschiebung!

Mobilisierungsveranstalltung zum Festival der „Karawane“ in Jena

Für den 18.05. hat die Antifaschistische Jugend Bochum eine Veranstaltung mit der Flüchtlings- und MigrantInnenorganisation Karawane organisiert. Die Karawane setzt sich für die Rechte derer ein, denen europäische ‚Rechtsstaaten‘ so gut wie keine zugestehen. Menschen aus den Ländern des globalen Südens widerfährt das Unrecht eines globalen Kapitalismus gleich in mehreren Maße: zum einen werden Sie und ihre Ressourcen zugunsten der Gesellschaften der nördlichen Hemisphäre ausgebeutet, werden Krieg und Hunger zum Spielball von Profitinteressen, zum anderen sterben jeden Tag Menschen beim Versuch die europäischen Außengrenzen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, zu überwinden. Jene wenige, die es bis nach Europa schaffen, erwartet ein Leben in permanenter Angst vor brutaler Abschiebung und gesellschaftlichen wie staatlichen Terrors. Beispiele, wie das des Flüchtlings Oury Jalloh, der in einer deutschen Polizeizelle verbrannte, sind leider nur die Spitze
des Eisbergs. (mehr…)

Neues Antifa Jugend Extra erschienen


Zu den Landtagswahlen legen wir eine neue Ausgabe des Antifa Jugend Extra vor. Neben Informationen zu den „aktiveren“ Nazi-Parteien (NPD und ProNRW) werden antifaschistische Positionen zu den bürgerlichen Parteien und zu Wahlen im Allgemeinen umrissen.
In unregelmäßigen Abständen werden wir dieses kleine Zeitungsprojekt mit einzelnen Themenschwerpunkten weiterverfolgen.

Die Zeitung und anderes „Selbstproduziertes“ findet ihr in Zukunft unter der Rubrik home grown [in Arbeit].

Gegen den Humbug der Wahlen – raus auf die Straße…

..für eine soziale Revolution!

Eigentlich wollte am 10. April 2010 die neonazistische NPD eine landesweite Wahlkampfkundgebung auf dem Massenbergboulevard in der Bochumer Innenstadt abhalten. Als die antifaschistische Mobilisierung und Bildung eines Blockadebündnisses gerade anlief, zog der Vorsitzende der Bochumer und der NRW-NPD Claus Cremer die Anmeldung wieder zurück. Das entlässt uns als AntifaschistInnen allerdings nicht aus der Verantwortung uns inhaltlich und praktisch in diesem Wahlkampf mit der NPD, ProNRW und den rechtsradikalen Splitterparteien auseinanderzusetzen. Bei dieser Auseinandersetzung genügt es nicht eine ernst gemeinte Kritik des Nationalismus und des Rassismus der rechtsradikalen Parteien zu üben, die jedoch vor dem gesellschaftlichen Kontext in dem diese Ideologien entstehen halt macht. Man muss sich einerseits mit der bürgerlichen Gesellschaft, die die Grundlagen für diese Ideologien liefert auseinandersetzen, andererseits mit dem deutschen Staat, der selbst rassistische und großmachtorientierte Politik betreibt. Im Rahmen des Wahlkampfes ist es da natürlich besonders interessant, die bürgerlichen Parteien, als Schnittstelle zwischen „Staat“ und „Gesellschaft“ aufs Korn zu nehmen. Und genau das wollen wir mit unserer Demonstration tun. Wir wollen ein Zeichen setzen gegen den Humbug der Wahlen. Und wir wollen die Menschen motivieren, anstatt wählen zu gehen, die Probleme selbst anzupacken. Denn der gemeinsame, breite Widerstand gegen kapitalistische Zumutungen wie Sozialabbau und HartzIV, Gängelung in der Schule, Krieg und Militarisierung, Abschiebung, oder eben die Existenz faschistischer Strukturen, ist das wirksamste Mittel konkrete Verbesserung für das eigene Leben und das seiner Mitmenschen zu erreichen. (mehr…)

Warten auf das Urteil

Eingentlich sollte das Urteil im Fall der baskischen Tageszeitung Euskaldunon Egunkaria (Baskische Tageszeitung) schon bis Mitte Februar gesprochen sein, nachdem das Verfahren Ende Januar beendet wurde. Doch wie stets, wurde auch das Versprechen am Nationalen Gerichtshof nicht erfüllt. Inszwischen hat sich das baskische Parlament für Freisprüche ausgesprochen. Nur die postfaschistische Volkspartei (PP) stimmte dagegen, unter deren Regierung die Zeitung geschlossen wurde. Sogar die spanischen Sozialisten (PSOE), die mit der PP gemeinsam das Baskenland nach einem verdeckten Wahlbetrug regieren stimmten für den Antrag. Die Baskische Solidaritätspartei (EA) enthielt sich, ihr war der Antrag nicht weitgehend genug, weil die Folter an den Journalisten nicht erwähnt wurde. (mehr…)