– Kundgebung: Gegen rechte Gewalt und für die Würde der Opfer -

Am 17. Oktober werden wir, wie in den letzten Jahren, Josef Anton Gera und allen anderen Opfern rechter Gewalt gedenken. Anders, als in den letzten Jahren, werden wir nicht in Form einer Demonstration durch die Innenstadt ziehen, sondern uns am Eingang zum Westpark (Haltestelle Jacob-Meyer-Straße/Jahrhunderthalle) um 18 Uhr versammeln; in unmittelbarer Nähe der Kruppbrache, wo Josef Gera am 17. Oktober 1997 zwei schwulenfeindlichen Rechtsradikalen zum Opfer fiel. Vor dem Hintergrund des Todestags von Gera wollen wir erklären, warum eine alljährliche Zusammenkunft zur Würdigung von Opfern rechter Gewalt wichtig ist und welche Bedeutung das Erinnern für eine antifaschistische Bewegung hat. (mehr…)

Am Donnerstag, den 25. August, trafen wir uns Mittags um eine Wand am Kulturzentrum Bahnhof Langendreer zu verschönern. Enstanden ist ein Graffiti mit der Überschrift „Gemeinsam & Solidarisch – Alltagsrassismus und Nazis bekämpfen!“. (mehr…)
Am Samstag, dem 20.08.2011, fand nachmittags eine Demonstration unter dem Motto „gegen die Freilassung des Kinderschänders Rüdiger K.“ in der Bochumer Innenstadt statt. Anmelder und ein Teil der Organisatoren waren Rechtsradikale. (mehr…)
Heute begann die NPD gegen 17:00 auf dem Marktplatz in Bochum-Langedreer einen Stand aufzubauen. Anwesend waren der NPD-NRW Vorsitzende und Stadtratsmitglied Claus Cremer, Markus Schuhmacher, Marcel Haliti von der NPD-Essen und ein paar weitere Nazis. Gegen 17:30 fanden sich etwa 30 AntifaschstInnen in Langendreer ein und protestierten gegen den Stand. (mehr…)
Am Freitag, den 7.1., findet der Schulstreik in Bochum statt. Anfang des Jahres hat sich ein Schulstreikplenum gebildet, das diesen Streik organisiert. Am Mittwoch findet das letzte Plenum vor dem Streik statt und jeder Schüler ist herzlich eingeladen, daran teil zu nehmen. Auf der Seite des Schulstreiks befindet sich folgender Aufruf:
Bildung statt Ausbildung!
Gegen Leistungsterror, soziale Selektion und den sinnlosen Schulalltag
Mal im Ernst: wer geht eigentlich gerne zur Schule?
Nein, das passt nicht zusammen. Die Schule ist kein Ort wo wir Schüler_innen gerne hingehen. Die Schule, das ist eine fünfmal die Woche stattfindende Pflichtveranstaltung, die bei den meisten Widerwillen, Stress und Frust hervorruft. Wie das Wort Schulpflicht schon sagt müssen wir trotzdem dort hingehen. Vorträge von lustlosen Lehrer_innen über uns ergehen lassen, über Themen, die wir uns nicht ausgesucht haben; uns Tag für Tag unter Druck setzen lassen die gewünschte Leistung zu bringen – und uns dann noch die Drohung anhören, wenn wir nicht richtig mitmachen, werden wir arbeitslos. (mehr…)
In Langendreer hat sich aufgrund der zunehmenden Naziaktivitäten vor Ort ein unabhängiges Plenum gegründet, welches ein Flugblatt zur aktuellen Situation auf seiner Website veröffentlicht hat:
In der Nacht zum 12. März 2011 wurde ein Briefkasten eines Mehrfamilienhauses in einer Seitenstraße zwischen Unterstraße und Alter Bahnhofsstraße gesprengt. Die Polizei, die Lokalpresse sowie Bochumer Antinazigruppen sind von einem neonazistischem Hintergrund überzeugt. Außerdem ziehen seit etwa Mitte März 2011 am Wochenende rechte Skinheadgruppen von 3-10 erwachsenen Männern unter lautem Geschrei von neonazistischen Parolen über die alte Bahnhofsstraße zwischen Langendreer Markt und Langendreer Amt sowie durch die Seitenstraßen. Dabei kam es zu Bedrohungen (bis hin zu Morddrohungen) und Einschüchterungen von ansässigen Ladenbesitzer_innen und Anwohner_innen, massiven körperlichen Angriffen auf Passant_innen und Abbrennen von illegalen Knall- und Feuerwerkskörpern. Hinzukommen Hakenkreuzschmierereien sowie Aufkleber im genannten Straßenbereich. (mehr…)
In diesem Artikel geht es um den Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Herner Straße 87 in Bochum am 22. Juni 1994 – vor 17 Jahren. Bei diesem Brand kam ein 9 jähriger Junge libanesischer Herkunft, Eisam Chamdin, ums Leben.
In der besagten Nacht waren 40 Menschen im Haus die Hälfte von ihnen waren Kinder. Alle von ihnen waren libanesischer Herkunft, viele AsylbewerberInnen mit einer Aufenthaltsgenehmigung. Wahrscheinlich haben die meisten von ihnen schon geschlafen als sie das Feuer bemerkten. Es brach kurz vor 02:00 im Keller aus. Die BewohnerInnen der unteren Etage konnten sich auf die Straße retten. Den Menschen, die über ihnen wohnten wurde der Flur vom Feuer versperrt. Die Feuerwehr wurde um 01:55 von einem jungen Nachbarn alarmiert, vier Minuten später traf sie am Einsatzort ein. Die Feuerwehrmänner/frauen stellten ein Sprungkissen auf und retteten die Menschen über Dreh- und Steckleitern aus dem Haus. Für die meist schon ohnmächtigen Kinder ist das Sprungkissen die Rettung. Auch die anderen Menschen können aus dem Haus fliehen. Sieben von ihnen, darunter vier Kinder, sind schwer verletzt und werden von NotärztInnen behandelt. (mehr…)