Tag-Archiv für 'soziale-ausgrenzung'

Mord an Obdachlosem in Neuss möglicherweise rassistisch motiviert

Vor dem Landgericht Düsseldorf sind momentan zwei mutmaßliche Mörder angeklagt, welche im März diesen Jahres nachts auf einem Parkplatz einen vietnamesischen Wohnungslosen im Schlaf überfallen, ausgeraubt und zu Tode geprügelt haben sollen. Sie kannten das Opfer aus einer Nachtschlafstelle für Wohnungslose. Nun hat einer der Angeklagten Medienberichten zufolge am ersten Prozesstag vor Gericht sein Bekenntnis zum neonazistischen Weltbild und Kontakte in die örtliche Szene eingeräumt. Inwieweit seine Verachtung für „Kanacken“ bei der unmittelbaren Tat eine Rolle gespielt hat, dieser Frage bemüht sich das Gericht am Donnerstag, den 17.11, nachzuspüren. Ein Besuch als Prozessbeobachter lohnt sich um zu sehen, wie die Staatsanwaltschaft und das Gericht mit diesen Fragen umgeht.

- Die Meldung der Antifaschistischen Aktion Neuss

- „Neuß-Grevenbroicher Zeitung“ vom 27.März 2011

- NTV: Vietnamese wegen acht Euro getötet – Mörder hat Hakenkreuz-Tattoo

NGZ: Obdachlosen-Mord: Ausländerhass als Motiv?

Aufruf: Gegen Homophobie, soziale Ausgrenzung und rechte Gewalt

Demonstration im Gedenken an Josef Anton Gera (ausführlicher Aufruf)
nullWie bereits in den vergangenen beiden Jahren rufen wir auch im Jahr 2010 wieder dazu auf, um Josef Anton Gera und allen anderen Opfern rechter Gewalt zu gedenken. Gera wurde 1997 auf dem Bochumer Kruppgelände aufgrund seiner Homosexualität von zwei Rechtsradikalen ermordet. Wir möchten uns im Rahmen dieses Gedenkens mit dem Fall Gera, der Leugnung des Tatmotivs, aber auch mit verschiedenen Formen von Ausgrenzung, Diskriminierung und rechter Gewalt auseinandersetzen. Wie jedes Jahr werden wir auch 2010 die Homophobie, die zum gewaltsamen Tod von Josef Gera führte, thematisieren. Zusätzlich wollen wir uns in diesem Jahr mit der Diskriminierung und Gewalt gegen Wohnungslose und sozial Ausgregrenzte auseinandersetzen.
Dies gerade auch deshalb, weil in letzter Zeit immer häufiger von gewalttätigen Übergriffen gegenüber deklassierten Menschen zu lesen ist (siehe Kamp-Lintfort), und unserer Meinung nach auf sehr weit verbreitete ideologische Ressentiments begründet ist, die nicht zuletzt immer wieder von der Politik angefeuert werden. (mehr…)

Der Mord an Klaus B. in Kamp-Lintfort

Am letzten Sonntag, dem 23.5., wurde in Kamp-Lintfort bei Düsseldorf der Obdachlose Klaus B. von zwei Jugendlichen ermordet. Die Tat war nicht ideologisch motiviert, dennoch und vielleicht gerade deswegen, ist es uns wichtig diesen Fall darzustellen und darauf hinzuweisen, warum wir es als AntifaschistInnen und Linksradikale wichtig finden dieser Tat Beachtung zu schenken und sich mit den gesellschaftlichen Hintergründen auseinanderzusetzen. (mehr…)

10 Jahre nach einem sozialrassistischen Mord
Gedenkdemonstration für Dieter Eich in Berlin-Buch

Am Sonntag, den 23.5.2010, waren wir mit einer kleinen Gruppe der AJB in Berlin-Buch, um auf einer Demonstration an Dieter Eich zu erinnern, der am 20. Mai 2000 von vier betrunkenen Neonazis in seiner Wohnung überfallen, verprügelt und später erstochen wurde.
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Gera-Demo: Reden, Bilder und das verteilte Flugblatt

An dieser Stelle wollen wir für euch die auf der Gera Demo gehaltene Rede zur Homophobie und die Rede zur Rechten Gewalt dokumentieren. Außerdem stellen wir euch hier das verteilte Flugblatt zur Verfügung. Damit ihr euch auch ein visuellen Eindruck von der Demo machen könnt werden wir im unteren Teil die Bilder der Demo veröffentlichen. Viel Spaß beim Lesen! (mehr…)

Demonstrationsbericht zur II Gera-Demo

Heute, am 17.10.2009, fand in Bochum erneut eine Demonstration im Gedenken an Josef Anton Gera statt. Der homosexuelle Frührentner Josef Gera verstarb am 17.10.1997 an den Folgen der schweren Verletzungen, die ihm zwei rechtsradikale und homophobe Obdachlose beigebracht hatten.

Ca. 170 AntifaschistInnen beteiligten sich an der Demonstration gegen „Homophobie, soziale Ausgrenzung und rechte Gewalt“. Lautstark und mit vielen Parolen gegen Homophobie und Rassismus, ging es vom Hauptbahnhof durch die Bochumer Innenstadt. Auf dem Husemannplatz, vor den Bochumer Amts- und Landgericht, wurde eine Zwischenkundgebung abgehalten. Hier wurde der Redebeitrag über den Mord an Josef Gera und rechte Gewalt im Allgemeinen verlesen. Der Redebeitrag des afrodeutschen Musikers Tibor Sturm entfiel leider. Tibor mußte auf Grund eines Umfalls an seinen Wohnsitz zurückkehren und konnte auch am Vorabend seinen Vortrag im Bahnhof Langendreer nicht halten. (mehr…)